Begegnungen mit dem Totentanz

 
Den Totentanz in Weinsberg aufzuführen, ist eine Idee, die seit fast 10 Jahren in den Köpfen der „Macher“ keimt, seit sie eine Aufführung in der Winterzeit unter freiem Himmel in sahen.Umfangreiche Recherche, das Abwägen von Für und Wider und letztendlich die Faszination des Themas an sich gaben den Ausschlag, das Stück in einem Jahr ohne Weibertreu-Festspiele auf eine Weinsberger Bühne zu bringen.
 
 Seit Anfang des Jahres befassen sich Uwe Deuster und Sabine Trinckauf mit der Inszenierung des Stückes am Grasiger Hag im Schatten der Johanneskirche, direkt  unterhalb der Kirchenmauer und am Fuße der Burgruine Weibertreu.Dank eines perfekt ausgewählten Spielerteams, sowie der wunderbaren Zusammenarbeit mit allen an der Produktion des Stückes Beteiligten, sehen wir der Premiere am 18. November voller Spannung entgegen. An dieser Stelle danken wir der Stadt Weinsberg und der evangelischen Kirchengemeinde Weinsberg für die Unterstützung. Der Ursprung der Totentänze liegt im Mittelalter.
 
 Sie sind bildliche Darstellungen von Menschen verschiedenen Standes, Geschlechts und Alters, die mit dem Tod als reale Person konfrontiert werden und so erkennen, dass sie nun sterben müssen. Totentänze waren in ganz Europa verbreitet und faszinieren auch heute noch, wie die dem Thema gewidmete Website www.totentanz.de in aller Deutlichkeit zeigt.Das Thema Totentanz wird in weiteren Kunstformen wie Musik, Literatur, Film und Theater dargestellt.Totentanz ist, wie der Name vermuten ließe, keine tänzerische Darstellung des Todes und seiner Werke sondern vielmehr eine Aneinanderreihung selbständiger dramatischer Szenen, mit immer neuen Motiven, Situationen und Charakteren.
 
 
 
 Im Hochpustertal in Südtirol liegt der kleine Ort Sexten. In der dortigen Friedhofskapelle ist der Totentanzzyklus von Rudolf Stolz (1874-1960), einem Südtiroler Künstler , zu sehen. Die Fresken wurden im Jahre 1924 gemalt. Die Spreuerbrücke von Luzern mit ihrem Bildzyklus zum Totentanz von Kaspar Meglinger, gemalt in den Jahren 1625 -1635, ist sowohl als Bauwerk wie als Zeugnis der Malerei ein außerordentliches Denkmal.  Mit der eigenen Bearbeitung des Theaterstückes "Totentanz" von Alois Lippl präsentiert der Theaterverein Weinsberg ein außergewöhnliches Theaterstück an einer spektakulären Spielstätte zu einer ungewöhnlichen Zeit für Freilichttheater.Doch gerade in dieser Kombination liegt der besondere Reiz der diesjährigenProduktion des Theatervereins, die sich in einzigartiger Weise von der Artüblicher Theateraufführungen abhebt. Uwe Deuster / Sabine Trinckauf Quellen:www.totentanz.de