Regie: Jürgen M. Brandtner

Im Jahr 2002 übernahm der Fellbacher Regisseur und Schauspieler Jürgen M. Brandtner zum ersten Mal die Regie in unserem Theaterverein, damals für "Der fröhliche Weinberg" von Carl Zuckmayer. Die Inszenierung wurde ein großer Erfolg und die gemeinsame Arbeit wurde von beiden Seiten als sehr angenehm, effizient und produktiv empfunden.
 
Deshalb konnten wir uns sehr schnell darauf verständigen, dass er bei den Weibertreu-Festspielen 2004 erneut die Regie übernehmen würde.  Dieses Mal für ein Stück (fast) von William Shakespeare, „Die lustigen Weiber von W.“. Auch diese Produktion begeisterte unsere Zuschauer, bescherte sie ihnen doch, trotz mancher Wetterwidrigkeit, äußerst unterhaltsame und zauberhafte Abende. Und manche konnten unseren Jürgen sogar auf der Bühne erleben, als er für den plötzlich erkrankten Herbert Kraus einsprang.
 
Was lag also näher, als 2006 erneut unter seiner Regie anzutreten. Wir entschieden uns für Johann Nepomuk Nestroys Zauberposse „Der böse Geist Lumpazivagabundus“, den er für uns ins Deutsche übertrug und bearbeitete. Angereichert durch Michael Böttchers wunderschöne Kompositionen konnte unser Publikum herzzerreißend komische und ebenso anrührende Momente auf der Burgruine erleben. Und auch in dieser Spielzeit musste Jürgen als Spieler ran, dieses Mal für den erkrankten Andreas Jäger, und rettete somit unsere Spielzeit auf der Weibertreu.
 
A propos Weibertreu. Unsere ortseigene Historie sollte nun endlich auch mal wieder die Burgmauern erblicken. So wurde mehrheitlich entschieden. Also überlegten wir, welche der Spielvorlagen wir nehmen könnten und kamen schließlich überein, dass doch am besten unser Regisseur, für uns, seinen Lieblings-Theaterverein, ein neues Stück um ebendiese geschichtlichen Ereignisse schreiben sollte.
 
Nun steht also die Spielzeit 2008 vor der Tür, und Sie, unsere Zuschauer, dürfen sich mit uns freuen auf Jürgen M. Brandtners „Der Weiber Treu“ ... natürlich wieder unter seiner bewährten Regie.
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Und sonst?
 
Außer, dass er sich um uns kümmert, ist er natürlich auch andernorts als Regisseur tätig. Sein jüngstes „Kind“ ist die Bühnenadaption von Sylvia Plaths dramatischem Gedicht „Drei Frauen“, zu sehen im Kommunalen Kontakt Teater in Stuttgart – Bad Cannstatt. Schwere Kost. Muss aber auch mal sein. Übrigens mit unserem „Lumpazi“ (Andrea Ehrhardt) und unserer letzten Regieassistenz (Conny Hoolmans) in zwei der drei Rollen.
 
Als Solist auf der Bühne konnte man ihn zuletzt bei der Langen Nacht der Kultur 2007 in „seiner“ Stadt Fellbach erleben, mit seinem Programm niederländischer Erzählungen unter dem Titel „Schönheit komm!“. Hochspannend, abgründig und zum Schreien komisch.
 

Und nach jüngsten Verlautbarungen wird er – nach mehrjähriger Pause im Ensemblespiel – ab 6. Dezember 2007 endlich mal wieder selbst als Schauspieler in einer Theaterproduktion mitwirken, in Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“ am Studio Theater in Stuttgart. Er spielt darin dann den Bürgermeister. Wir sind höllisch gespannt. Ob er sich damit wohl auf den nächsten Spielerausfall im Theaterverein vorbereiten will? Wir wollen es nicht hoffen.