Worum es geht

Das Werk „Der böse Geist Lumpazivagabundus“ oder „Das liederliche Kleeblatt“, verfasst von Johann Nestroy im Jahre 1833, ist eine Zauberposse mit Gesang in drei Akten, die das Leben von drei Handwerksgesellen beschreibt, denen durch eine Machtprobe zwischen Fortuna und der Liebesfee Amorosa das große Los beschert wird.Zwei der drei Burschen treten zuerst das Glück mit den Füßen und werfen es hinterher beim Fenster raus, doch da letztendlich die wahre Liebe siegt, kann der böse, verführerische „Unglücksgeist“, der die Knaben befallen hat gebannt werden und Amorosa triumphiert.

Der böse Geist Lumpazivagabundus befällt im Feenreich einige Söhne und bewirkt einen Streit zwischen der Hüterin des Glücks, Fortuna und der Liebesfee Amorosa. Während Fortuna davon überzeugt ist, dass nur Geld die verführten Knaben von ihrer Trink- und Spielsucht losreißen kann, ist Amrosa der Meinung, dass die wahre Liebe am Ende siegen werde. Dies ist nun der Auslöser dafür, dass die beiden Feen beschließen ihre Macht an drei Handwerksgesellen zu testen, denn falls Amorosa über Fortuna triumphiert, wird es ihren Kindern gewährt sein sich zu trauen. Der Tischler Leim, der Schneider Zwirn und der Schuster Kniereim treffen sich durch Zufall an einer Wegkreuzung, vor der Stadt Ulm, und beschließen gemeinsam die Nacht in einer Herberge zu verbringen. Im Traum erscheint allen dreien die Zahl Nr. 7359, welche Fortuna ihnen im Schlaf erschienen ließ. Am nächsten Tage, so erlaubt es der Zufall, gewinnen die Gesellen mit dieser Nummer in der Lotterie hunderttausend Taler, welche brüderlich untereinander aufgeteilt werden. Auf diesen Glückstreffer beschließen alle drei sich in einem Jahr, auf den Tag genau beim Wiener Tischlermeister Hobelmann zu treffen, zu dem sich Leim sofort begibt, um dessen Tochter Peppi zu heiraten, welche er vor einiger Zeit verlies und seine große Liebe ist. Der Schneider eröffnet mit seinem Anteil des Geldes in Prag eine Werkstatt, doch einige hinterlistige Genossen, die sich als seine Freunde ausgeben, treiben ihn in den Ruin. Der Schustergesell ist von dem Irrglauben befallen, dass die Welt in einem Jahr sowieso von einem Kometen zerstört wird und es sich daher nicht lohnt, ein moralisches und anständiges Leben zu führen, darum beschließt er seine dreiunddreißigtausend Taler zu versaufen. Dreihundertfünfundsechzig Tage nach ihrem großen Glückstag begeben sich Zwirn und Kniereim zum besagten Treffpunkt, doch alles was sie vorfinden ist ein Brief ihres Freundes Leim, der beinhaltet, dass dieser erkrankte, sein Geld verlor und sich momentan im Krankenhaus aufhalte. Doch dies sei nur ein Test um zu prüfen, ob der Tischler und der Schuster ihre Gutmütigkeit nicht verloren haben, wie es sich später zu dessen Wohlergehen herausstellt. Leim ist in Wirklichkeit bei bester Gesundheit, sein Vermögen ist noch um einige tausend Taler und um seine geliebte Peppi bereichert worden. Zur Folge wird den beiden Gesellen eine zweite Chance geboten, doch sie werfen das Glück erneut beim Fenster hinaus und Leims Bemühungen, Zwirn und Kniereim zu einem korrekten Leben zu verhelfen, scheitern kläglich. Da Fortuna sich nun geschlagen geben muss und letztendlich die wahre Liebe gesiegt hat, ist es Fortunas Tochter Brillantine und Hillaris, eines alten Zauberers Sohn gestattet zu heiraten. Der böse Geist Lumpazivagabundus kann letztendlich doch noch gebannt werden.